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PKV: erheblich steigende Kosten in der Beamten-Beihilfe

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Der Vorwurf ist schon erstaunlich. Die Grünen-Gesundheitsexpertin Maria Klein-Schmeink wirft der Bundesregierung vor, die Beamten in die Private Krankenversicherung (PKV) zu zwingen und durch die gezahlten Beihilfen vor allem die Versicherungen zu fördern. Vorangegangen war eine Anfrage der Oppositionspartei, die die Beihilfekosten erfahren wollte.

Tatsache ist, dass sich die Beihilfe in den letzten 20 Jahren fast verdoppelt hat. Laut Gesundheit.de wurden 1994 noch (umgerechnet) 720 Milliarden Euro ausgegeben und 2013 lag der Wert bei 1,4 Milliarden Euro. Hintergrund ist die steigende Zahl von Pensionären, die nun einmal höhere Gesundheitskosten beanspruchen.

Die Beihilfe ist dafür gedacht, einen Teil der Kosten für die medizinische Behandlung von Beamten aus Staatskosten zu übernehmen. Die restliche Summe wird dann im Rahmen einer PKV abgedeckt. Hier machen Beamte rund die Hälfte der Versicherten aus, was jedoch nicht an einem Zwang, sondern an einer bewussten Entscheidung liegt.

Entsprechend wies auch die Bundesregierung die Kritik der Grünen zurück. Schließlich ist es jedem Beamten freigestellt, sich freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse zu versichern. Der Nachteil besteht hier jedoch darin, dass auch der gesetzlich festgelegte Arbeitgeberanteil gezahlt werden muss und daher meist eine geringere Leistung für einen deutlich höheren Monatsbeitrag erhalten wird.

Entsprechend ist auch nicht zu erwarten, dass sich am derzeitigen Procedere etwas ändert. Für das Wohl der Beamten ist die Beihilfe sicherlich von Vorteil uind das kommt indirekt ja auch wieder der Gesellschaft zugute.

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