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PKV: Erfolgshonorar bei Beratung nicht rechtmäßig

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Eine Beratung zum Wechsel des PKV -Tarifs darf nicht an ein Erfolgshonorar geknüpft werden. Zu diesem Urteil kam das Landgericht München I und gab damit einer Klage des Bundes der Versicherten e. V. (BdV) statt. Prozessgegner war der Versicherungsberater Minerva Kundenrechte GmbH.

Procontra Online dokumentiert den Fall und weist darauf hin, dass das Geschäftsmodell des Beraters darin bestanden hatte, die Höhe des Honorars an der monatlichen Ersparnis zu orientieren. Zudem müssen Kunden nur dann bezahlen, wenn ein Tarifwechsel durchgeführt wurde. Folgt man der Argumentation des BdV, so hätte sich das Honorar auf das Sechsfache der monatlichen Ersparnis belaufen.

Unabhängig von der Frage nach der Rechtmäßigkeit einer solchen Höhe handelt es sich bei der Beratung zum Wechsel des PKV -Tarifs um eine Rechtsdienstleistung. Aus diesem Grund muss sich die Abrechnung an den Konditionen für Rechtsanwälte und den geltenden Vergütungen orientieren und darf nicht davon abweichen.

Grundsätzlich ist dieses Urteil nachvollziehbar, führt jedoch auch dazu, dass Kunden, die keinen Tarifwechsel in der PKV durchführen, bezahlen müssen. Dies könnte wiederum dazu führen, dass auf eine Beratung verzichtet wird und im Einzelfall weiter zu teure Beiträge gezahlt werden. Aus diesem Grund wird die Minerva gegen das Urteil in Berufung gehen, was auch der Erzielung von Rechtssicherheit für folgende Fälle dienen könnte.

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