Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

PKV: Diskussionen ohne Ende

| 1 Kommentar

Macht es Sinn, über die ständige Diskussion zur Privaten Krankenversicherung (PKV) zu berichten? Vermutlich schon, denn schließlich dürfte die Frage nach der Bürgerversicherung und der vollständigen Abschaffung spätestens zur Bundestagswahl 2017 wieder aufflammen.

Während sich die Politiker der Großen Koalition an das inoffizielle Moratorium halten und vergleichsweise dezent agieren, ging es auf der 26. Wissenschaftstagung des Bundes der Versicherten (BdV) wieder einmal hoch her. Axel Kleinlein, Vorstandsvorsitzender des Bundes der Versicherten, sprach in diesem Kontext sogar von „einem legalen Betrug“ und meinte damit die Neukalkulation von Beiträgen infolge fallender Zinsen.

Dass dies jedoch überhaupt so praktiziert wird, wird seitens der Privaten Krankenkassen bestritten. So weist Frank Wild, Leiter des wissenschaftlichen Instituts der PKV darauf hin, dass der Zins schon immer in der Kalkulation stand und nicht in bestehende Verträge eingegriffen wird. Darüber hinaus seien Erhöhungen vermutlich nur im Bereich von ein bis zwei Prozentpunkten zu erwarten.

Heinz Rothgang  vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen, ist laut „Versicherungswirtschaft heute“ der Auffassung, dass das System der PKV ermangels ausreichender Altersrückstellungen nicht mehr überlebensfähig ist und wünscht sich ein integratives Gesundheitssystem unter Einbeziehung der Ärzte und der bestehenden Privaten Krankenversicherungen.

Von einer Bürgerversicherung wären nicht nur die PKV -Kunden, sondern auch die Ärzte, Physiotherapeuten, Heilpraktiker etc. betroffen, die einerseits schlechtere Leistungen, andererseits geringere Einnahmen hinnehmen müssten.

Wie sich die Diskussion weiterentwickelt, ist wohl schon jetzt abzusehen, denn seitens der Politik wird das „heiße Eisen“ Gesundheitspolitik nur allzu ungern angefasst.

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.