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PKV: deutscher Marktführer erst einmal gegen Telemonitoring

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Das so genannte „Telemonitoring“ hat in letzter Zeit immer wieder die Diskussionen in der Privaten Krankenversicherung (PKV) berührt. Mit der Debeka hat sich nun der deutsche Marktführer erst einmal gegen die neuen Tarife ausgesprochen.

Beim Telemonitoring geht es um die Überwachung des Verhaltens von Versicherten durch Apps und Fitnessarmbänder. In der Folge könnte besonders gesundheitsbewusstes Verhalten mit besseren Tarifen belohnt bzw. Untätigkeit durch Aufpreise sanktioniert werden. Nach Ansicht von PKV-Verbands- und Debeka-Chefs Uwe Laue würden derartige Tarife dazu führen, dass kranken Menschen nicht mehr zur Zahlung ihrer Beiträge in der Lage wären. Würde das Prinzip konsequent angewendet, so entspräche dies der vielfach schon jetzt unterstellten „Rosinenpickerei“, bei der die jungen und gesunden Versicherten belohnt werden.

Die Generali hatte zuvor als erster deutscher PKV -Anbieter einen entsprechenden Tarif ins Leben gerufen und belohnt diejenigen, die ihre Gesundheitsdaten überwachen lassen. In den USA und anderen angloamerikanischen Staaten ist diese Vorgehensweise schon seit einiger Zeit gang und gäbe.

Seitens der Debeka strebt man eher nach Tarifen mit möglichst großen Kollektiven. Wie bei vielen anderen Versicherern werden auch schon Beiträge zurückerstattet, wenn keine Leistungen in Anspruch genommen wurden. Auch verschließt sich der Versicherer nicht gegen den Einsatz von Apps, möchte diese jedoch nicht zur Selektion nutzen.

Die Zukunft wird zeigen, ob es im PKV -Bereich zu einer größeren Differenzierung oder doch eher zur Rückkehr zum Kollektiv kommt. Die zunehmende Aufspaltung der Solidargemeinschaft wird allerdings auch außerhalb der Branche überaus kritisch beurteilt.

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