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PKV: deutlich schnellere Arzttermine als in der gesetzlichen Krankenversicherung

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Wer in der Privaten Krankenversicherung (PKV) versichert ist, genießt nicht nur den Vorteil von mehr Wahlfreiheit und Flexibilität. Offensichtlich fallen auch die Wartezeiten bei Fachärzten deutlich kürzer aus. In manchen Fällen beträgt die Differenz 50 Tage.

Die Berliner Morgenpost kommt zu diesem Ergebnis nach einer stichprobenartigen Untersuchung bei diversen Fachärzten in Hamburg, Berlin und München. Abtelefoniert wurden 670 Arztpraxen, bei denen jeweils als PKV -Patient und als Kassenpatiente nach einem Termin gefragt wurde. Bei den Orthopäden betrug die Differenz zwischen einem PKV -Patienten und einem gesetzlich Versicherten im Schnitt vier Wochen.

Noch drastischer sieht es bei Hautärzten aus, wo zwischen sechs und acht Wochen längere Wartezeit einkalkuliert werden müssen. Ebenfalls ergibt sich in kardiologischen Praxen und bei Augenärzten eine eindeutige Bevorzugung von Privatpatienten. Im Durchschnitt aller Ärzte liegt die zusätzliche Wartezeit für Kassenpatienten bei 24 Tagen.

Der Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland/Hamburg, Günter Wältermann, äußerte gegenüber der Berliner Morgenpost, dass die „Diskrepanz der Wartezeiten zwischen Patienten der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung nachwievor hoch ist“, hat aber naturgemäß auch keine Lösung parat. Immerhin hat die AOK einen Arztterminservice eingerichtet, bei dem die Krankenkasse für einen schnelleren Tarif sorgt.

Woran die unterschiedlichen Wartezeiten liegen, ist offensichtlich: Ärzte können bei einem PKV -Patienten deutlich höhere Tarife abrechnen, weswegen sich die Privatversicherten einfach mehr lohnen.

 

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