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PKV- Debatte: Angleichung der Arzthonorare in der Kritik

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Im Rahmen der Verhandlungen über die Bildung einer erneuten großen Koalition prescht die SPD vor allem in der Gesundheitspolitik vor. Nicht weniger als ein Ende der „Zwei-Klassen-Medizin“ wird gefordert. Details wie die Angleichung der Arzthonorare für gesetzlich versicherte und Privatpatienten stoßen jedoch auf wenig Gegenliebe.

Wie das wahrlich nicht sehr PKV-freundliche Handelsblatt berichtet, wendet sich sogar die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) gegen einen entsprechenden Vorstoß und sieht darin für 90 Prozent der Menschen in Deutschland keinerlei Vorteile. Zudem dürften die Beiträge in den gesetztlichen Krankenkassen durch die einheitliche Gebührenordnung deutlich ansteigen.

Damit nicht genug, denn das Vorhaben, das offensichtlich von der SPD beharrlich verfolgt wird, ist auch nach Ansicht zahlreicher Verfassungsrechtler nicht umsetzbar. Probleme mit der Verfassung stehen neben Problemen im Kontext des Europarechts. Das ergab zumindest ein Gutachten, das im Auftrag des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV) und der Bundesärztekammer (BÄK) erstellt wurde.

Fünf renommierte Gesundheitsökonomen weisen darauf hin, dass sich durch eine einheitliche Gebührenordnung weder die so genannte „Zwei-Klassen-Medizin“ noch die Wartezeiten noch der Ärztemangel auf dem Land beheben ließen.

So nimmt nicht wunder, dass Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) die bisherigen Vorstöße der SPD vehement ablehnt, was natürlich auch für die — mittlerweile kaum noch geforderte — Bürgerversicherung einschließt. Eine mögliche Alternative sind Vergütungszuschläge für Ärzte in unterversorgten Gebieten, die aus Abschlägen in überversorgten KV-Gebieten finanziert werden sollen.

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