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PKV: Daniel Bahr sieht keinen Trend zur Bürgerversicherung

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Der ehemalige Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr hat ein interessantes Video-Interview gegeben. Darin geht es unter anderem um die Zukunft der Privaten Krankenversicherung (PKV) und Bahrs Einschätzung, dass keine Mehrheit zugunsten einer Einheitskasse existiert. So ganz unparteiisch ist diese Einschätzung jedoch nicht, denn schließlich ist der Ex-Politiker mittlerweile Vorstandsmitglied der Allianz Privaten Krankenversicherung.

Dennoch sind die Einschätzungen interessant zu lesen bzw. zu hören und finden sich bei Pfefferminzia. Als eines der entscheidenden Hindernisse sieht Bahr die rechtliche Situation. Die Forderung nach einer Abschaffung der PKV wird aus populistischen Gründen immer wieder gestellt und doch ließe sich diese so gut wie nicht in die Praxis umsetzen.Bahr weist auch darauf hin, dass sich das deutsche Gesundheitssystem in der Corona-Krise bewährt hat und sagt:

Länder, die staatliche Gesundheitswesen mit Einheitskassen haben, sind schlechter durch die Corona-Pandemie gekommen.

Der Grund liegt in der Finanzierung der hohen Kosten durch beide Säulen des Gesundheitssystems sowie die hohen Leistungen der privaten Krankenversicherungen im Bereich medizinischer Innovationen.

Interessant sind auch die Einschätzungen Bahrs zum Thema Abschlussprovision, die ebenfalls immer wieder in der Kritik stand. Fakt ist jedoch, dass dieses sowohl gedeckelt wurde, als auch über den Zeitraum von 20 bis 40 Jahren verteilt ist, sodass der Anreiz für eine gute Beratung bei einem komplexen Produkte gegeben sein sollte.

 

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