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PKV: Daniel Bahr fordert grundlegende Erneuerung

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Ein bisschen ungewöhnlich ist der Vergleich ja schon. Der ehemalige Bundesgesundheitsminister und jetzige Vorstand der Allianz PKV, Daniel Bahr, wünscht sich offenbar mehr Tempo in der Abwicklung bei einer PKV. Und vergleicht diese mit Diensten wie Amazon Prime.

So wird Bahr in der ÄrzteZeitung mit dem Satz: „Kunden, die bei Amazon Prime innerhalb weniger Stunden ein Produkt geliefert bekämen, könnten nicht verstehen, dass sie in der PKV eine Rechnung einreichen und dann eine Woche auf die Erstattung warten müssen.“ wiedergegeben.Woher diese Information stammt und wie viele Kunden befragt wurden, bleibt im Dunkeln und auch der Vergleich zwischen einer privaten Krankenversicherung und einem Lieferanten von Waren, die schlichtweg von einem Hochregal in die Verpackung und zum Kunden transportiert werden müssen, leuchtet nicht ein. Wird nicht bei der PKV auch ein Anspruch geprüft? Und geht es nicht um mehr als nur um Unterhaltungselektronik, Bücher und Co.?

Sei’s drum, denn im Kern geht es Bahr offenbar eher um den Dienstleistungscharakter der PKV. Im Rahmen des 23. Kölner Versicherungssymposiums der Technischen Hochschule Köln werden daher die heute 20- bis 40-Jährigen als zentrale Zielgruppe der Neukundengewinnung identifiziert und deren Erfahrungen in Internet und den sozialen Medien auf die Welt der PKV projiziert.

Hinzu kommt — für einen FDP-Politiker möglicherweise ungewöhnlich — der Rückgriff auf ein Gemeinschaftsgefühl und die Idee, dass die PKV „Partner im Ökosystem Gesundheit“ sein soll. Laut Bahr ist die Rechnungsabwicklung in der PKV „einer der wesentlichen Gründe, warum Versicherte lieber in der GKV blieben„, was ebenfalls einer Prüfung unterzogen werden sollte.

Alles in allem sind die Einlassungen des jetzigen Vorstands der Allianz Private Krankenversicherung (APKV) aber durchaus interessant und halten auch noch ein Bonmot à la: „Ich werde mich immer lieber auf eine Versicherung verlassen als auf einen Gesundheitsminister.“ parat.

 

 

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