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PKV: Bundesregierung sieht keinen Datenmissbrauch

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Das Sammeln von Daten durch die Privaten Krankenversicherungen (PKV) stellt nach Ansicht der Bundesregierung einen Grund zur Besorgnis dar. Das ergab die Antwort auf eine kleine Anfrage der Fraktion „Die Linke“ im Bundestag.

Wie wir bereits am 14. Januar hier im Rundumversicherungsblog berichtet hatten, ging es vor allem um die Gesundheits-Apps, mit denen Daten gesammelt und bei gesunder Lebensweise Rabatte erzielt werden können.

Nun greift erneut die Ärzte Zeitung dieses Thema auf und weist darauf, dass nach derzeitigem Stand keinerlei Grund für eine Regulierung existiert. In punkto Datenschutz verweist die Bundesregierung auf die Eigenverantwortung der Versicherten, denen es schließlich frei steht, ihre Gesundheitsdaten an die jeweilige PKV weiterzugeben. Zudem sei mit einem verantwortungsvollen Umgang zu rechnen, da die Datenweitergabe und -Auswertung nur dann rechtens ist, wenn der Verbraucher ausdrücklich zustimmt.

Die Linke indes, sieht weiterhin „Warnsignale“ und ist mit dem Ergebnis der Anfrage nicht zufrieden. Nach Ansicht des Abgeordneten Harald Weinberg, seien sich die meisten PKV -Kunden überhaupt nicht der Sensibilität ihrer Daten bewusst und würden diese geradezu verschenken. Mit dem deutschen Datenschutzrecht könnten die so genannten Big-Data-Unternehmen nahezu alles erheben und verwerten – und meist reicht hierfür bereits ein Mausklick und die Einwilligung in die jeweils geltende AGB.

Ob die Gesundheits-App flächendeckend im PKV -Bereich eingeführt wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch gar nicht klar. Aktuell sind es lediglich einige wenige Anbieter, die in diesem Bereich aktiv sind.

 

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