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PKV: Bundesgesundheitsminister fordert mehr Wettbewerb

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Herrscht wirklich zu wenig Wettbewerb zwischen den Privaten Krankenversicherungen (PKV) oder geht es Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) nur um eine Abschwächung seiner Sympathie für das zweigliedrige Gesundheitssystem?

Eine Antwort auf diese Frage dürfte schwerfallen. Fakt ist, dass der Politiker sich einerseits für den Erhalt der PKV stark macht, andererseits aber einige Einschränkungen und Änderungen wünscht.

Bei Finanzen.de wird in diesem Kontext beispielsweise auf eine Erleichterung der Wechsel zwischen den einzelnen PKV -Anbietern verwiesen. Oder eine Abschaffung bzw. Einschränkung der Billigtarife. Die Wechselproblematik ist durchaus real und besteht darin, dass Versicherte ihre Altersrückstellungen nicht – oder nur unter Schwierigkeiten – mitnehmen können. Ältere PKV -Kunden, die zudem lange bei ein- und demselben Anbieter waren, erleiden so einen Nachteil.

Bahr hat schon jetzt Änderungen in diesem Bereich versprochen. Voraussetzung ist natürlich, dass die FDP weiterhin an der Regierung bleibt.

Probleme gibt es derzeit auch noch bei der Anwendung von Paragraph 204 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG). Demnach muss jede PKV einem Kunden einen günstigeren Tarif anbieten, sofern der Versicherungsschutz gleich ist. Manche Versicherer haben sich nicht an diese Regelung gehalten, was durchaus Anlass zur Kritik gibt.

Zuguterletzt wendete sich Bahr gegen zu günstige Tarife, bei denen enorme Beitragserhöhungen drohen. Alles in allem wurde der PKV jedoch ein gutes Zeugnis ausgestellt, was sich ja auch an der Befürwortung des bestehenden Systems zeigt.

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