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PKV bleibt auch nach der Bundestagswahl notwendig

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Angesichts des Ergebnisses der Bundestagswahl 2017 ist die Einführung einer Bürgerversicherung in weiter Ferne gerückt. Weder die siegreiche CDU noch die wiedererstarkte FDP oder die AFD befürworten einen solchen Schritt und jenseits dieser Parteien existiert keine Mehrheit.

Die Notwendigkeit der Privaten Krankenversicherung (PKV) wurde aber bereits vor der Wahl eindrucksvoll vom Vorsitzenden des NAV-Virchow-Bundes unterstrichen. Dies geht aus einem Interview mit dem Ärzteblatt hervor, in dem es vor allem um die Erwartungen der Ärzte an die Politik geht.

So wird beispielsweise eine Beschleunigung bei der neuen GOÄ gefordert und darauf verwiesen, dass ohne die Einnahmen aus der PKV keine Arztpraxis überlebensfähig bzw. „tragbar“ wäre. Darüber hinaus scheinen die meisten Arztpraxen die Defizite aus der GKV durch die Einnahmen durch Privatpatienten querzufinanzieren. Die Folge: immer weniger Ärzte lassen sich nieder und meist erscheint eine Anstellung in einer Klinik schlichtweg lukrativer.

Die Ansinnen von SPD, Grünen und Linken werden in dem Interview explizit als „ideolo­gischen Experimente“ gebrandmarkt. Die Argumentation verweist darauf, dass somit rund 100.000 Arztpraxen in Schieflage gebracht würden, allerdings ohne dass diese Zahlen belegt werden.

Auch wird in dem Gespräch eine höhere Wertschätzung für Ärzte und eine Reduzierung der allgegenwärtigen Bürokratie gefordert. Ein großes Problem besteht offensichtlich in zunehmender Aggressivität gegenüber Ärzten, die bis hin zu körperlichen Übergriffen reicht.

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