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PKV: Beschwerden beim Ombudsmann teils erfolgreich

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Dass die meisten Versicherten vollauf zufrieden mit ihrer Privaten Krankenversicherung (PKV) sind, wurde an anderer Stelle bereits desöfteren aufgezeigt. Die Zahl der Beschwerden beim Ombudsmann ist rückläufig, doch hat dieser nun ein paar Details über die Art der Probleme bekannt gegeben.

Der Rückgang um 1,2 Prozent zwischen 2013 und 2014 täuscht nicht darüber hinweg, dass es in Einzelfällen immer noch zu Auseinandersetzungen mit mancher PKV kommt. Die Ärzte Zeitung hat nun aus dem Jahresbericht zitiert und weist darauf hin, dass die Versicherten keineswegs immer Recht bekamen.

Die Arbeit des Ombudsmanns erwies sich beispielsweise bei der Beschwerde eines 75-jährigen Arztes als erfolgreich, der im günstigen Ärztetarif eine ambulante 24-Stunden-Intensivpflege bezahlt bekommen wollte. Die monatlichen 20.000 Euro wurden im Rahmen einer Schlichtung anstandslos übernommen, sodass der Fall erst gar nicht vor einem Gericht landete.

Ein Apotheker jedoch, der Medikamente für seine Töchter zum Einkaufspreis bezogen aber zum Bruttopreis inklusive Umsatzsteuer abrechnen wollte, bekam auch vor dem Ombudsmann nicht Recht und erhält lediglich die tatsächlich entstandenen Kosten erstattet.

Die Beschwerdequote in Voll-, Zusatz- und Pflegeversicherung lag zusammenaddiert bei 0,014 Prozent. Rechnet man mit ein, dass nur 73,7 Prozent der Beschwerden überhaupt zulässig waren, reduziert sich die Quote noch einmal deutlich. Von den zulässigen Beschwerden wurde in 27 Prozent durch den Ombudsmann weitergeholfen. Im Klartext bedeutet dies, dass in den anderen Fällen der PKV -Anbieter im Recht war und korrekt gearbeitet hatte.

Nach Angaben des Ombudsmanns ist dies ein deutliches Zeichen „für die rechtskonforme Bearbeitung der einzelnen Krankenversicherer“ und dürfte den Kritikern weiteren Wind aus den Segeln nehmen.

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