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PKV: Beratung muss umfangreich dokumentiert werden

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Wer den Abschluss einer Privaten Krankenversicherung (PKV) vermittelt, muss im Vorfeld genau über die Vor- und Nachteile aufklären. Das entschied das Oberlandesgericht Hamm und gab damit einem Rentner Recht, der gegen seine örtliche Sparkasse und eine PKV geklagt hatte.

Vorangegangen war der Abschluss einer PKV im Jahr 2008. Dem Rentner wurde dieser empfohlen, um seine Altersvorsorge zu verbessern. Dadurch, dass aufgrund des späten Wechsels kaum Altersrückstellungen angespart werden konnten, erhöhten sich die Beiträge jedoch deutlich. Die Folge: der Rentner konnte die Beiträge aufgrund seiner geringen Rente kaum noch stemmen.

Nach Ansicht des Gerichts, hätte die Sparkasse nicht in dieser Form beraten dürfen. Was fehlte, war eine Aufklärung über eventuelle Nachteile einer PKV und den Fakt, dass die Beiträge nicht einkommensabhängig festgelegt werden. Dadurch, dass die Beratung seitens der Sparkasse nicht ordnungsgemäß dokumentiert wurde, konnte der Rentner eine mangelhafte Aufklärung einklagen und bekam Recht.

In der Folge müssen Sparkasse und PKV den Rentner exakt so stellen, als sei er in der gesetzlichen Krankenversicherung geblieben. „Das Investment“ berichtet in diesem Kontext auch über die oftmals fehlende Sachkompetenz in der Versicherungsberatung, sofern diese nicht von geschulten Personen durchgeführt wird.

Es ist daher anzuraten, vor dem Abschluss einer Privaten Krankenversicherung stets mit einem ausgewiesenen Experten zu sprechen und immer auch die Frage nach eventuellen Nachteilen zu stellen.

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