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PKV beklagt verschlechterte Situation durch Politik

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Die privaten Krankenversicherung (PKV) sehen ihre derzeitige Position durch die Politik stark geschwächt. Einige gesetzliche Neuregelungen führten demnach zu spürbaren Nachteilen. Die Folge war eine Halbierung des Geschäfts mit Neukunden in den letzten rund 15 Jahren.

Das Ärzteblatt greift das Thema auf und zitiert einige Vertreter der PKV. Diese sprachen im Umfeld der Euroforum-Konferenz „PKV aktuell & digital“ in Berlin zum Beispiel über die Anhebung der Versicherungspflichtgrenze aber auch über die Unisex-Tarife und das neue Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG). Letzteres sorgt dafür, dass der Zahnersatzzuschuss für gesetzlich Versicherte steigt.

Das Problem der PKV besteht darin, dass die Zusatzversicherungen zwar eine stabile Entwicklung aufweisen, jedoch lediglich 20 Prozent des Geschäfts ausmachen. Mit anderen Worten ist man auf das Neugeschäft und die Vollversicherten angewiesen.

Um dies zu gewährleisten fordern manche Vertreter der PKV eine so genannte Ausscheidegrenze ab der sich freiwillig gesetzlich Versicherte nicht mehr in der Krankenkasse versichern dürfen, sondern automatisch in die PKV wechseln. Des Weiteren wurde wieder einmal gefordert, die Wechselmöglichkeiten zwischen den privaten Krankenversicherungen zu erleichtern. Dies wäre dann der Fall, wenn die Altersrückstellungen in jedem Fall mitgenommen werden könnten, was aktuell nur für Versicherte mit einem Vertrag ab 2009 gilt.

Im Rahmen der Diskussion wurden beide Vorschläge auch kritisiert, sodass in diesem Bereich sicher noch Redebedarf existiert, bevor eine einheitliche Forderung an die Politik gestellt werden kann.

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