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PKV: Beitragsentlastungstarife in der Kritik

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In der Theorie scheinen die Beitragsentlastungstarife der Privaten Krankenversicherung (PKV) eine gute Lösung darzustellen. Faktisch ist es jedoch so, dass dieses Konstrukt nur in bestimmten Konstellationen empfehlenswert ist.

Finanzen.net schreibt darüber, dass vor allem diejenigen, die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung erwarten, keine Vorteile aus einem Beitragsentlastungstarif ziehen. Der Grund: die Rentenversicherung leistet ohnehin einen hälftigen Zuschuss zu den Beiträgen der PKV. Berechnet wird nach dem tatsächlichen Zahlbetrag nach Abzug des Entlastungsbetrags. Mit anderen Worten kommt die Hälfte des Entlastungsbetrags in dieser Konstellation dem Versicherungsträger zugute.

Kritiker schreiben bereits, dass es sich beim Beitragsentlastungstarif um eine Form der Altersvorsorge durch die PKV handelt. Problematisch daran ist die fehlende Möglichkeit, bereits eingezahlte Prämien im Fall eines Tarifwechsels mitzunehmen. Selbiges gilt auch für die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung.

Hinzu kommt, dass meist ein festgelegter Betrag vorgegeben wird und keinerlei Aussage über dessen Anteil am späteren Gesamtbeitrag getroffen werden kann.

Der Beitragsentlastungstarif wird von den unterschiedlichen PKV-Anbietern unterschiedlich benannt und besteht meist in einem Zuschlag in Höhe von rund zehn Prozent bis zum 60. Lebensjahr. Ab dem 65. Lebensjahr machen sich dann die Ersparnisse bemerkbar. Alternativ besteht natürlich immer auch die Möglichkeit, selbst Geld zurückzulegen und dieses im Zweifel für Mehrbeiträge in der PKV zu nutzen.

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