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PKV: Beiträge auch für Über-65-Jährige meist niedrig

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Wer eine Private Krankenversicherung (PKV) abgeschlossen hat, muss auch in fortschreitendem Alter keine Kostenexplosion fürchten. Hierauf weist die Vorständin der R+V Krankenversicherung AG, Nina Henschel, in einem interessanten Interview hin. Die gerne hervorgekramten „Horrorbeiträge“ sind demnach absolute Ausnahmefälle.

Im Versicherungsjournal findet sich das komplette Interview und ganz gewiss lassen sich viele Aussagen zur R+V auch auf andere Versicherer übertragen. Spannend und von großer allgemeiner Gültigkeit sind die Passagen hinsichtlich der Beitragsentwicklung bei Vollversicherungen. Zum einen weist Henschel darauf hin, dass in den kommenden Jahren mehr und mehr Vertriebsarbeit auch in Form von Videoberatung erfolgen kann. Wichtig ist dabei offensichtlich nicht nur das Inhaltliche, sondern auch die verwendete Technik bzw. die Art der Kameraeinstellung, der Hintergrund, das Profilbild etc. Die Vorbereitungen für ein Videogespräch müssen daher noch ein gutes Stück umfangreicher ausfallen als bei einem persönlichen Gespräch.

Zur Beitragsentwicklung werden ganz offensiv Zahlen genannt und so folgt der Hinweis, dass der mit 85 Jahren älteste Versicherte bei monatlich 444 Euro liegt und hiervon auch noch der Zuschuss des Rentenversicherungsträgers abzuziehen ist. Ein positiver Einzelfall? Mitnichten, denn:

Bei fast allen Altersgruppen ab 65 Jahre liegt der monatliche Beitrag (teilweise deutlich) unter 500 Euro

Wirft man einen Blick auf die Ratings der R+V im Vergleich mit anderen Versicherern, so fallen diese nicht unbedingt deutlich besser aus, sodass entsprechende Werte branchenweit zu erwarten sind. „Horrorbeiträge“ betreffen Personen, die spät in die PKV eingetreten sind, bei Gesellschaften versichert sind, die schlechte Kennzahlen haben oder auch darauf verzichtet haben, Altersrückstellungen anzusparen.

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