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PKV: bei finanziellen Problemen Notlagentarif statt Basistarif

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Wer in einer Privaten Krankenversicherung (PKV) versichert ist und in finanzielle Probleme gerät, kann seit letztem Jahr in den neu geschaffenen Notlagentarif wechseln. Es handelt sich hierbei um eine deutlich attraktivere Alternative zum ebenfalls bestehenden Basistarif.

Über den Notlagentarif hatten wir bereits in der Vergangenheit ausführlich berichtet. Zu einem Preis von rund 100 Euro im Monat werden Leistungen im Rahmen der Akutversorgung gewährleistet – aber auch nicht mehr. Der Vorteil, den der Notlagentarif bietet, ist die Überbrückungsfunktion. Mit anderen Worten können Versicherte, sobald sie wieder flüssig sind, problemlos in ihren alten PKV -Tarif zurückkehren.

So handelt es sich um einen vorübergehenden Tarif, was einen deutlichen Unterschied zum Basistarif darstellt. Dieser richtet sich an Personen, die zuvor überhaupt nicht versichert waren. Die Aufnahme ist gesetzlich verpflichtend und Risiko­zuschlägen oder Leistungsausschlüsse sind nicht erlaubt. Auch darf die Aufnahme, nach einem Urteil des Landgerichts Dortmund (Az. 2 O 159/ 12) von keiner PKV verweigert werden.

In aller Regel landen Bezieher von ALG II im Basistarif, der mit einem Höchstbetrag von derzeit rund 610 Euro im Monat berechnet werden darf. Die Kosten müssen jedoch halbiert werden, damit die Ämter finanziell entlastet werden.

Nachteil des Basistarifs sind die hohen Kosten, denen allerdings auch mehr Leistungen durch die PKV und auch der Aufbau von Altersrückstellungen gegenüber stehen. Wer damit rechnet, wieder an Geld zu kommen, sollte jedoch unbedingt den flexibleren und günstigeren Notlagentarif wählen.

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