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PKV befürwortet Wettbewerb mit den gesetzlichen Krankenkassen

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Für sich genommen, beeinträchtigen die derzeitigen Gesetzesänderungen im Bereich der Krankenkassen die Private Krankenversicherung (PKV) so gut wie nicht. Einige PKV -Vertreter sehen jedoch eine zunehmende Konkurrenz und freuen sich auf den Wettbewerb.

Im Versicherungsjournal wird vor allem die geplante Terminvermittlung zu Fachärzten erwähnt, mit der die gesetzlichen Krankenkasse einen gewaltigen Attraktivitätsschub verbuchen könnte. Aktuell ist es noch so, dass Versicherte in der PKV deutlich schneller einen Termin erhalten.

Grund für die künftig schnellere Terminvergabe ist das „Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung“ (Versorgungsstärkungs-Gesetz – GKV-VSG), das eine Frist von maximal vier Wochen vorsieht. Im Rahmen der  Euroforum-Konferenz „PKV aktuell“ wurden jedoch auch einige Zweifel am Funktionieren dieses Vorhabens deutlich.

Hinsichtlich der erwarteten Beitragserhöhungen steht die PKV nicht allein da. Mit dem  GKV-Finanzstruktur- und Qualitäts-Weiterentwicklungs-Gesetz (GKV-FQWG) wird die Grundlage geschaffen, durch die die Krankenkassen auch preislich wieder in Wettbewerb zueinander treten.

Die Vorteile der PKV wurde im Rahmen der Konferenz ebenfalls hervorgehoben. Dr. Clemens Muth, Vorstandschef der DKV Deutschen Krankenversicherung AG sowie Wiltrud Pekarek, Vorstandsmitglied der Halleschen Krankenversicherung a.G. machten deutlich, dass lediglich in den privaten Krankenversicherungen ein lebenslanges Leistungsversprechen abgegeben wird. Die gesetzlichen Kassen sind hingegen den politischen Entscheidungen ausgeliefert, sodass sich die garantierten Leistungen jederzeit ändern bzw. vermindern können.

Was nun nach Ansicht der PKV -Verantwortlichen noch fehlt, ist ein Gesetz, das Beitragssprünge in zweistelligen Prozentsätzen unmöglich macht. Entsprechende Initiativen liegen bereits auf dem Tisch.

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