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PKV: Beamtenbund gegen Einheitsversicherung

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Ist das „Hamburger Modell“ mit der Öffnung der gesetzlichen Krankenversicherungen für Beamte ein Schleichweg zu einer Bürgerversicherung? Diese These ließe sich durchaus vertreten und der DBB Beamtenbund und Tarifunion (dbb) ist schon einmal vorsorglich gegen die Integration der Beamten in die gesetzlichen Kassen.

Der Versicherungsbote dokumentiert die Ergebnisse der Jahrestagung Mitte Januar und berichtet zudem über harsche Kritik an der Vorgehensweise in Hamburg. Nach Ansicht der Beamtenvertretung entstehen durch den Wegfall der PKV auch keine Einsparungen und anderslautende Meldungen werden vom Bundesvorsitzende des Beamten-Gewerkschaftsverbands, Ulrich Silberbach sogar als „Fake News“ bezeichnet.Fakt ist, dass Beamte und Beamtenanwärter in Hamburg mittlerweile die Wahl haben und nicht mehr automatisch in die PKV müssen. Diese hat schnell mit Aufnahmegarantien auch im Fall chronischer Krankheiten reagiert und bleibt somit attraktiv. Das Problem eines Wechsels in die GKV liegt auch darin, dass die Beihilfe bei der Rückkehr in die PKV wegfällt. Begründet wird dies mit einem Verhindern des „Vorteilshoppings“.

Studien zufolge, sind mehr als 85 Prozent der Beamten in Deutschland bei einer PKV versichert. Das System der Beihilfe ist historisch gewachsen und gilt als bewährt, wenngleich Kritiker in diesem Kontext von einer Subventionierung durch die öffentliche Hand sprechen. Die Größenordnung soll bis 2030 bei 60 Milliarden Euro liegen, die durch einen Verzicht auf das Beihilfesystem frei würden.

Ob die Zahlen stimmen, sei dahingestellt. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ist zumindest auf Seiten der Beamten und sagt zum Plan einer Zusammenführung

Diesen Bestrebungen müssen wir gemeinsam entgegentreten! Besoldung, Versorgung und Beihilfe machen als Gesamtpaket die besondere Attraktivität des öffentlichen Dienstes aus und bilden nur gemeinsam ein in sich logisches Gesamtsystem.

Man darf gespannt sein, wie sich diese (ewige) Diskussion weiterentwickelt.

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