Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

PKV: bald keine Beitragssprünge mehr?

| Keine Kommentare

Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung (PKV) wurden in der Vergangenheit gerne als „Schreckgespenst“ und vermeintliches Gegenargument verwendet. Einer der Gründe hierfür sind die Beitragssprünge, die aus der derzeitigen Gesetzeslage resultiert. Diese könnte sich bald ändern.

Wie der Spiegel berichtet, fordern die PKV die Möglichkeit für regelmäßige Beitragserhöhungen und den Wegfall der vorgegebenen „auslösenden Faktoren“. Die Folge wäre ein deutlich maßvolleres Ansteigen und kein erzwungener Verzicht mehr.

Grundsätzlich ist es so, dass die Beiträge in der PKV nicht stärker angestiegen sind als in den gesetzlichen Krankenkassen. Zu diesem Ergebnis kommt unter anderem das Institut für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES), das für manche Zeiträume sogar eine geringere Preisentwicklung dokumentiert. Nimmt man beispielsweise die Jahre zwischen 2006 und 2015, so liegen die Preissteigerungen bei der PKV bei 2,2 Prozent pro Jahr, während die gesetzlichen Krankenkassen um 3,7 Prozent zulegten.

In der Öffentlichkeit ist die Wahrnehmung jedoch eine andere, da die meisten privaten Krankenversicherungen (PKV) über Jahre auf Beitragssteigerungen verzichten müssen und dann gleich um zehn Prozent nach oben schnellen. Dass sich ausbleibende Steigerungen nicht für die Berichterstattung eignen, Sprünge im zweistelligen Prozentbereich aber sehr wohl, macht die Situation nicht leichter.

Vor den Bundestagswahlen dürfte indes keine Änderung auf der Agenda stehen, danach stellt sich ohnehin die Frage nach Reformen. Man darf gespannt sein, ob diese dann auch das Thema Beitragserhöhungen betreffen.

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.