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PKV: Auch CDU für ein einheitliches System?

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So langsam wird es spannend. Nein, gemeint ist nicht nur die bevorstehende Bundestagswahl, sondern auch die Art und Weise, wie im Vorfeld über die PKV berichtet wird. Da dachte man eigentlich, die Fronten zwischen den Parteien seien geklärt. Doch jetzt lässt die „Zeit“ anderes vermuten.

Die einfache Version sieht so aus, dass CDU, CSU und FDP weiterhin für ein zweigliedriges Versicherungssystem stehen, die SPD, Linke und Grünen für eine Bürgerversicherung. Dass dabei die „Stimmung kippt„, wie es der Verfasser des Zeit-Artikels formuliert, ist mir bislang entgangen.

Hier wird davon gesprochen, dass eine „klassenlose Gesellschaft“ im Gesundheitssystem bevorsteht. Als ob das angesichts der zahlreichen Möglichkeiten zur Hinzuversicherung der Fall wäre. Und als ob nicht Angestellte in einer freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung deutlich besser wegkämen als Selbstständige und Freiberufler. Doch auch ohne berechtigte Kritik an der Bürgerversicherung geben die Ausführungen des Artikels Anlass zur Verwunderung:

CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn ist offensichtlich dabei, in seiner Partei für ein neues Versicherungsmodell zu werben. Die Arbeitsplätze, die damit verloren gehen, scheinen in diesem Kontext keine Rolle zu spielen. Die SPD wünscht sich eine Gleichbehandlung von PKV und gesetzlicher Krankenkasse in punkto Abrechnung.

Dass aber in Deutschland mit der PKV „nicht mal mehr die vermeintlichen Luxuspatienten zufrieden“ sind, halte ich angesichts empirischer Daten schlichtweg für ein Gerücht.

Interessant ist jedoch der Gedanke, dass Privatversicherte bis zu einem bestimmten Stichtag wieder in die gesetzlichen Versicherungen wechseln dürfen. Das mag auf den ersten Blick zwar wie eine potenzielle Schwächung der PKV aussehen, würde aber auch das Einbehalten der Altersrückstellungen mit sich bringen. Entsprechend ließen sich hier interessante Tarife stricken und die Zukunft beider Systeme wäre gesichert. Soweit zumindest die Theorie.

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