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PKV: Altersproblematik auch bei den Privaten

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Dass sich auch die Privaten Krankenversicherungen (PKV) mit dem Problem einer alternden Gesellschaft auseinandersetzen müssen, ist kein Geheimnis. Im Rahmen des 14. PKV-Forums der Continentale, das vor einigen Tagen in Köln stattfand, wurden daher einige Lösungsansätze diskutiert.

Dokumentiert wird die Veranstaltung unter anderem bei „Das Investment„, wo sich auch ein Zitat des Gesundheitsexperten Bernd Raffelhüschen findet. Dieser sagte im Kontext seines Vortrags „Private Pflegevorsorge – kann ich der Demografie ein Schnippchen schlagen“, dass dies definitiv nicht möglich sei.

Die Problematik besteht darin, dass der Pflegeaufwand für einen 90-Jährigen bei rund 6.000 bis 7.000 Euro im Monat liegt, während eine 70-jährige Person gerade einmal ein Siebtel davon benötigt. Dadurch, dass die Gesellschaft immer älter wird, steigt auch der Pflege- und damit der Finanzierungsbedarf. Nach Ansicht von Raffelhüschen müsste der Beitrag für die Pflegeversicherung im Jahr 2030 bei rund acht Prozent liegen.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass derzeit noch runde 70 Prozent der zu Pflegenden innerhalb der Familie betreut werden. Dadurch, dass immer weniger junge Menschen „nachwachsen“, dürfte sich das Gewicht zugunsten professioneller (und damit teurer) Dienste verschieben. Ein Vorschlag, um aus der Misere zu kommen, ist das Einführen von Karenzzeiten und eine Beschränkung des Pflegesystems auf besonders schwere und langwierige Fälle.

Für die PKV wurde festgestellt, dass die meisten Versicherungsberater viel zu wenig über das Thema Pflege wissen. Eine Pflegezusatzversicherung besitzen gerade einmal drei Prozent der PKV- Kunden, wobei 20 Prozent die Auffassung vertreten, ausreichend abgesichert zu sein. Hier gilt es anzusetzen und eventuelle Versorgungslücken im Interesse der PKV- Kunden zu stopfen.

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