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PKV: Abschaffung nicht in Sicht

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Wieder einmal hat sich das Konzept der Bürgerversicherung nicht durchgesetzt. Wenn es erneut zu einer Großen Koalition kommt, soll zwar von Seiten der SPD weiter über die Zukunft der Privaten Krankenversicherung (PKV) diskutiert werden – konkrete Schritte zu deren Abschaffung konnten allerdings nicht durchgesetzt werden.

Das Nachrichtenmagazin „Focus„, das der PKV überaus kritisch gegenüber steht, nennt einige Gründe, warum die privaten Krankenversicherungen auch in Zukunft Bestandsschutz genießen dürften. Interessant ist in diesem Kontext der Termin für die Überprüfung einer Angleichung der Arzthonorare, der erst auf 2019 gelegt wurde.

Angesichts der nächsten Bundestagswahlen im Jahr 2021 erscheint eine Umsetzung egal welchen Vorschlags mehr als unwahrscheinlich, sodass sich mit an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit erst einmal nichts ändern wird.

Nach Ansicht des Focus liegt das auch daran, dass Beamte in der PKV versichert sind und aufgrund der Beihilfe attraktive Jobs haben. Wäre dies nicht mehr der Fall, so drohte eine Abwanderung in die freie Wirtschaft. Zudem hängen an der Versicherungswirtschaft eine Menge Arbeitsplätze. Allein in Bayern wird hierzu ein Wert von 13.000 in München, Nürnberg und Coburg ermittelt. Darüber hinaus sind auch viele Ärzte auf die PKV angewiesen.

Auch spült die PKV immer wieder Geld ins Gesundheitssystem und selbst diejenigen Versicherten, die die vermeintlich hohen Beiträge nicht mehr leisten können, sind dank Basis- und Notlagentarif voll und ganz abgesichert. Entsprechend dürfte die Bürgerversicherung zwar als Beleg der Bürgernähe der Sozialdemokraten weiter am Leben gehalten werden – eine konkrete Umsetzung ist indes nicht zu erwarten.

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