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PKV: 2016 mit mehr Beschwerden beim Ombudsmann

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Nach einigen Jahren des kontinuierlichen Rückgangs ist die Zahl der Beschwerden beim Ombudsmann für die Private Kranken- und Pflegeversicherung erstmals wieder angestiegen. Dies geht aus einer vorläufigen Version des Tätigkeitsberichts von Ombudsmann Heinz Lanfermann hervor, der 6.084 Anträge ausweist.

Procontra-Online dokumentiert dieses Thema und weist darauf hin, dass im Jahr 2015 lediglich 5.770 Beschwerden eingingen. Wirft man einen Blick auf die Statistik der letzten Jahre, so wurde seit 2013 ein kontinuierliches Abnehmen der Beschwerden verzeichnet, wobei 2016 immer noch unter dem Niveau von 2011 und 2012 liegt.

Wohlgemerkt: bedenkt man, dass deutschlandweit 43 Millionen Policen in der Privaten Krankenvoll- und zusatzversicherung sowie der Pflegeversicherung existieren, so ist die Beschwerdequote so oder so verschwindend gering. Hinzu kommt, dass von den 6.084 Anträgen des vergangenen Jahres allein 1.507 Anträge nicht angenommen wurden. Dies war in der Regel deshalb der Fall, weil die Schlichtungsstelle keine Zuständigkeit hatte oder im Vorfeld keinerlei Versuch einer Regelung mit dem Versicherungsunternehmen unternommen wurde.

Die angenommenen Anträge bezogen sich in aller Regel auf  die PKV in Form einer Vollversicherung (81 Prozent), während die Zusatzversicherungen lediglich 10,8 Prozent ausmachten. Kaum ins Gewicht fielen Krankentagegeldversicherungen mit 5,1 Prozent sowie die Pflegepflichtversicherung und die Auslandsreisekrankenversicherung mit 2,3 bzw. 0,8 Prozent.

Die meisten Beschwerden hatten die Frage nach der medizinischen Notwendigkeit einer Maßnahme zum Thema. Ebenfalls zahlreich waren die Beschwerden wegen Gebühren. Auf beide Bereiche entfielen 21,8 bzw. 21,3 Prozent, während die Vertragsauslegung mit 14,3 Prozent auf dem dritten Platz rangiert. Ebenfalls noch im zweistelligen Prozentbereich befinden sich Streitigkeiten über Arznei-, Hilfs- und Heilmittel (11,8 Prozent).

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