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PKK- Verband fordert Senkung der Jahresarbeitsentgeltgrenze

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Ist die Versicherungspflichtgrenze bzw. Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) zu hoch angesetzt. Seitens des Verbands der Privaten Krankenversicherungen (PKV) wird dies wieder einmal festgestellt und eine Absenkung auf das Niveau der Beitragsbemessungsgrenze in den öffentlichen Krankenkassen gefordert.

Der Versicherungsbote dokumentiert diese Forderung und weist unter anderem darauf hin, dass die Beiträge auch im kommenden wieder deutlich ansteigen sollen. Folgt man der Argumentation des PKV – Verbands, so existiert für 85 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland faktisch eine „Arbeitnehmer- Bürgerversicherung“. Um in die PKV wechseln zu können, müssen fortan 62.550 Euro im Jahr verdient werden. In den Jahren 2002/2003 machte die Jahresarbeitsentgeltgrenze einen regelrechten Sprung, was seinerzeit unter der rot-grünen Regierung erfolgte. Bestand zuvor noch eine Kopplung an die Beitragsbemessungsgrenzen der gesetzlichen Krankenkassen (und damit den Betrag, bis zu dem auf das Einkommen GKV-Beiträge gezahlt werden müssen), fiel diese fortan weg und die Grenze für die PKV befand sich deutlich darüber. Als Grund für die damalige Regelung kann der Wunsch nach mehr Versicherten und damit mehr Geld für die notorisch klammen Krankenkassen genannt werden.

Seitens des PKV -Verbands war und ist dieses Vorgehen jedoch wettbewerbsfeindlich und sorgt dafür, dass zusätzlich rund 60.000 Versicherte in die geseztlichen Krankenversicherungen gezwungen werden. Ein Einfrieren auf dem aktuellen Niveau und das Abwarten der Lohnentwicklung wäre durchaus möglich, sodass sich das Problem innerhalb von sechs bis sieben Jahren gelöst hätte. Angesichts der doch eher nervösen Debatte um den Fortbestand der PKV ist jedoch nicht zu erwarten, dass die Politik dem Vorschlag des PKV -Verbands folgt.

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