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Pflegezusatzversicherung: gesetzliche Pflegeversicherung nicht ausreichend

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Dass die gesetzliche Pflegeversicherung stark unter Druck steht, ist bereits seit einiger Zeit bekannt. Mittlerweile warnen manche Experten sogar vor einem Kollaps. In einem Punkt besteht jedoch Einigkeit: eine private Pflegezusatzversicherung ist unbedingt zu empfehlen.

Das Nachrichtenmagazin Focus greift dieses Thema auf und zitiert einen Finanzexperte der Verbraucherzentrale Bayern, der davon ausgeht, dass der Betrag, der aus der gesetzlichen Pflegeversicherung fließt, noch einmal aus der eigenen Tasche bezahlt werden muss. Mit anderen Worten liegen die tatsächlichen Kosten doppelt so hoch wie die Übernahme.

Eine Lösung wäre die Verdopplung des Beitragssatzes, was jedoch politisch nicht opportun ist. Aus diesem Grund wird die Problematik – wenn man so will – weitergereicht und zeigt sich erst dann, wenn der Pflegefall eintritt. In der Folge kann dies zum Ruin eines Haushalts führen und dabei auch die Kinder mitziehen. Laut Gesetz sind diese nämlich dazu verpflichtet, sich an den Pflegekosten der Eltern zu beteiligen, sofern dies finanziell möglich ist.

Im Rahmen des Artikels wird dann auch ein Beispiel präsentiert, dass von Kosten in Höhe von monatlich 3.200 Euro für die Unterbringung in einem Pflegeheim bei Pflegestufe III ausgeht. Das Pflegegeld beträgt hier jedoch seit dem 1. Januar 2015 nur 728 Euro bzw. 1612 € (in Härtefällen 1.995 €) als Sachleistung.

Einen Ausweg bietet eine Pflegetagegeldversicherung, bei der die Höhe des Tagegeldes selbst festgesetzt werden kann. Der Nachteil liegt darin, dass das Geld verloren ist, sofern man nicht pflegebedürftig ist, d.h. es handelt sich um eine reine Risikoversicherung. Eine Pflegerentenversicherung gibt immerhin die Möglichkeit, einen Teil der Beträge zu erhalten und die Pflegekostenversicherung ist schließlich mit einer privaten KRankenversicherung (PKV) vergleichbar. In allen Fällen sollte jedoch in den Vertragsbedingungen nachgesehen werden, ab welcher Pflegestufe und ab welchem Zeitpunkt die Zahlungen einsetzen.

 

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