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Pflegeversicherung: Studie ergibt Finanzierungslücke

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Mit Umfragen ist es so eine Sache. Oft kommt es auf die exakte Fragestellung und den Kreis der befragten Personen an, welches Meinungsbild am Ende herauskommt. Dennoch ist bemerkenswert, dass im Rahmen einer DAK-Studie satte 70 Prozent der Befragten davon ausgehen, dass sich viele Familien weder Pflegedienste noch Heime für ihre Angehörigen leisten können.

Neun von zehn Befragten sind zudem der Auffassung, dass Pflegeheime in Deutschland schlichtweg zu teuer sind. Laut Handelsblatt wurde die Studie vom Institut Allensbach durchgeführt und 2.780 Menschen ab 16 Jahren herangezogen. Fakt ist, dass 35 Prozent der Patienten in Pflegeheimen zusätzliche staatliche Unterstützung benötigen.

Anders formuliert bedeutet dies, dass die Leistungen der Pflegeversicherung nicht ausreichen und zudem die geforderten Eigenanteile nicht gestemmt werden können. Kassenchef Andreas Storm fordert daher eine Begrenzung des Eigenanteils und die Festlegung eines konstanten Betrags. Dieser liegt in Deutschland derzeit nach Angaben der Bundesregierung bei durchschnittlich 600 Euro, während Thüringen mit 240 Euro und Berlin mit 870 Euro die beiden Pole darstellen.

Hinzu addiert werden müssen jedoch auch noch die Kosten für Verpflegung, Unterkunft und die Beteiligung an Investitionskosten. Eine Studie des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV) kommt somit auf 1.831 Euro im Bundesschnitt und eine Spanne zwischen 1.201 Euro in Sachsen und 2.326 Euro in NRW.

SInn macht unter anderem eine private Pflegezusatzversicherung, die zum Teil sogar staatlich bezuschusst wird. Ob eine Anhebung der Pflegebeiträge um 0,5 Prozentpunkte ab 1. Januar 2019 ausreichen, muss sich allerdings noch zeigen.

 

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