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Pflegeversicherung: private Zuzahlungen gestiegen

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Es ist schon erstaunlich: wenngleich der Zuschuss der Pflegeversicherung angehoben wurde, liegen die Pflegesatzkosten noch darüber und erfordern eine um durchschnittlich vier Prozent höhere Zuzahlung aus eigener Tasche. Zu diesem Ergebnis kommt der Verband der Privaten Krankenversicherungen (PKV).

Auf der Webseite des Radiosenders „Allgäuhit“ wird das Thema aufgegriffen. Der PKV- Verband nimmt in seiner Studie auf die Kosten von 13.000 Pflegeheimen Bezug, weist jedoch auch darauf hin, dass erhebliche regionale Unterschiede bestehen können.

Auf der einen Seite stiegen die maximalen Zuwendungen seitens der Pflegeversicherung um noch einmal 62 Euro auf nunmehr 1.612 Euro – die Kosten sind jedoch im Bundesdurchschnitt um 107 Euro angestiegen, was einen erhöhten privaten Finanzierungsbedarf nach sich zieht.Bezogen auf alle Pflegestufen wird dieser mit durchschnittlich 56 Euro monatlich beziffert.

Interessant ist in diesem Kontext, dass der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU) in diesem Kontext den Vergleich mit einer „Teilkaskoversicherung“ zieht und damit indirekt auf die Erfordernis einer privaten Pflegeversicherung hinweist.

Am Geldmangel der gesetzlichen Pflegeversicherung kann die Finanzierungslücke nicht liegen. Diese verfügt mittlerweile – laut Handelsblatt – über ein komfortables Polster in Höhe von 6,63 Milliarden Euro, was einem Plus in Höhe von 500 Millionen Euro entspricht. Grund für die hohen Rücklagen ist die positive Konjunktur in Deutschland, die sich jedoch offensichtlich nicht positiv auf die Pflegebedürftigen und deren Angehörigen auswirkt.

 

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