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Pflegeversicherung: PKV erwartet Verdopplung der Beiträge

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Die privaten Krankenversicherungen (PKV) bzw. deren wissenschaftliches Institut erwarten einen deutlichen Anstieg der Beiträge in der Pflegeversicherung. Folgt man einer aktuellen Studie, so liegt sogar eine Verdopplung im Bereich des Möglichen.

Wie der Focus berichtet, steigerten sich die Ausgaben der Pflegeversicherung allein von 2016 auf 2017 um stolze 24 Prozent. In absoluten Zahlen ausgedrückt, mussten 38,52 Milliarden Euro für die Pflege ausgegeben werden (gegenüber 31 Milliarden im Vorjahr). Die Kosten steigen somit sprunghaft an, was auch in Zukunft der Fall sein könnte.

Hinzu kommt der demografische Wandel und die zunehmende Alterung der Bevölkerung. Man muss kein Experte sein, um hieraus eine steigende Zahl an Pflegebedürftigen abzuleiten. Andererseits kommen nicht ausreichend neue Beitragszahler hinzu, sodass die Kosten in die Höhe schießen.

Aktuell liegt der Beitragssatz für die Pflegeversicherung bei 3,05 Prozent. Die Studie bleibt in ihrer Prognose vage, geht jedoch für das Jahr 2040 von mindestens 4,1 Prozent und bis zu 7,9 Prozent aus, was fast dem doppelten Anteil gegenüber 2019 entspräche. Hinzu kommen dürfte ein steigender Eigenanteil und auch hier steht zu erwarten, dass auch die absoluten Kosten für die Pflege ansteigen.

Seitens der Politik wird seit einiger Zeit über eine Veränderung des Modells diskutiert, doch existieren noch keine konkreten Vorschläge. Es ist vielmehr so, dass die Beiträge stetig erhöht werden und bei Einführung der Pflegeversicherung im Jahr 1995 noch bei einem Prozent lagen.

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