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Pflege-Report 2019: Kosten steigen deutlich an

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Die Prognosen für die Pflegeversicherung sind alles andere als optimistisch. Folgt man den Zahlen des unlängst veröffentlichten „Pflege-Reports 2019“ des wissenschaftlichen Instituts der AOK (Wido), so wird der Anteil der Pflegebedürftigen im Jahr 2050 bei 7,4 Prozent der Bevölkerung liegen.

Nachzulesen ist diese Zahl im Versicherungsjournal, wo 2017 mit 4,6 Prozent und 2030 mit prognostizierten 5,5 Prozent Pflegebedürftigen als Vergleichswerte angegeben werden. Die Datenbasis stammt aus der GKV und bezieht sich sowohl auf die Häufigkeit als auch die Verläufe und die Versorgungsformen im Pflegebereich.Besonders hoch wird der Anteil der Pflegebedürftigen im Osten der Republik, wo Brandenburg mit 11,1 Prozent vor Mecklenburg-Vorpommern mit 10,2 Prozent und Thüringen mit prognostizierten 9,2 Prozent an der Spitze liegt. Bereits jetzt bilden die drei genannten Bundesländer das Spitzentrio, was sich auch in Zukunft nicht ändern wird. Der geringste Anteil an Pflegebedürftigen an der Bevölkerung wird stets in Bayern verzeichnet.

Die Leiterin des Forschungsbereichs Pflege im Wido und Mitherausgeberin des Pflege-Reports, Dr. Antje Schwinger, wünscht sich

einen breiten gesellschaftlichen Diskurs, wie wir Pflege gestalten wollen.

Bereits jetzt macht die Pflegeversicherung ein Minus, das 2018 bei 3,5 Milliarden Euro lag und aus Reserven ausgeglichen werden musste. Wohlgemerkt: in der Privaten Krankenversicherung ist ausreichend Geld auch für die Pflege vorhanden und zudem existieren eine Reihe an privaten Zusatzversicherungen, die die Folgen der Pflegebedürftigkeit abmildern.

Dass die Kosten für die Pflege unterschätzt werden und viele Menschen davon ausgehen, dass die gesetzliche Pflegeversicherung einen Rundumschutz bietet, ist ebenfalls ein Teil des Problems. Ob dies allein im Rahmen der GKV gelöst werden kann, bleibt abzuwarten.

 

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