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Pflege-Bahr: Pflegeversicherung schützt nicht umfassend

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Als Bundesgesundheitsminister ist Daniel Bahr längst nicht mehr im Amt – die nach ihm benannte Förderung bleibt jedoch bestehen. Seit rund einem Jahr existiert nun schon der Pflege-Bahr und bietet einen staatlichen Zuschuss bei Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung.

In den Asentanews wird jedoch zu Recht darauf hingewiesen, dass nicht alle möglichen Kosten abgedeckt werden. Die gesetzliche Pflegeversicherung ist ohnehin lückenhaft, doch lassen sich diese Leerstellen auch nicht vollständig durch die günstigen Pflege-Bahr-Policen füllen. Immerhin ist die Pflegetagegeld-Versicherung aber eine kleine Absicherung und lässt sich zudem ohne gesundheitliche Prüfung abschließen.

Das Prinzip ist einfach: wer mindestens zehn Euro monatlich einzahlt, erhält zusätzliche fünf Euro staatlichen Zuschuss. Damit sind jedoch keine kompletten Übernahmen der einzelnen Pflegestufen garantiert. Für ältere Versicherungsnehmer variieren die Beiträge zudem sehr stark, während bei jüngeren Unterschiede in den Pflegemonatsgelder auftreten.

So geht auch das Analysehaus Morgen & Morgen davon aus, dass mit Pflege-Bahr Lücken in der Deckung auftreten. Bei Pflegestufe I im ambulanten Bereich belaufen sich diese auf 360 Euro, im stationären Bereich der Pflegestufe III kann sich der Fehlbetrag auf bis zu 1.700 Euro summieren.

Auch sind die Vertragsbedingungen bei den Pflege-Bahr-Versicherungen nicht so gut wie bei klassischen Pflegetagegeld-Policen, die nicht gefördert werden. Es empfiehlt sich daher, auf so genannte Aufbaustufen zu achten und ggf. ergänzende Versicherungsbausteine abzuschließen. Experten weisen aber auch darauf hin, dass in vielen Fällen die normale Pflegetagegeld-Versicherung eine bessere Deckung bietet. Zu beachten ist allerdings, dass hier auch eine Gesundheitsprüfung durchgeführt wird und daher jüngere Versicherungsnehmer im Vorteil sind.

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