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Pflege-Bahr offensichtlich ein Erfolgsmodell

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Man könnt es getrost als „Abschiedsgeschenk“ des scheidenden Gesundheitsministers Daniel Bahr (FDP) ansehen. Der viel kritisierte Pflege-Bahr hat seine anfänglichen Akzeptanzprobleme überwunden und entwickelt sich überraschenderweise zum Erfolgsmodell.

Entsprechendes berichtet T-Online und sieht die sich anbahnende große Koalition zu Recht in der Bredouille. Die SPD hatte seinerzeit bereits von einem „unsinnigen Geschenk von Schwarz-Gelb an die Privatassekuranz“ (Karl Lauterbach) gesprochen und wollte die Förderung in Höhe von fünf Euro gleich wieder abschaffen.

Auch von Seiten zahlreicher Experten hagelte es Kritik am „Pflege-Bahr“, schließlich kann sich mit einem Betrag von lediglich zehn Euro zzgl. fünf Euro staatlicher Förderung jeder Interessent ohne Gesundheitsprüfung gegen die Risiken der Pflegebedürfigkeit versichern.

Zu Beginn konnte sich niemand so recht für die geförderte Pflegeversicherung erwärmen, doch mittlerweile werden tagtäglich 1.600 neue Verträge abgeschlossen. Aktuell liegt der Pegelstand bei 332.600 Verträge und im kommenden Jahr soll die Millionengrenze erreicht sein. Der Bund hat bereits 100 Millionen Euro an Förderung eingeplant, sodass die Attraktivität erhalten bleibt.

Mittlerweile haben auch die Privaten Krankenversicherungen (PKV) reagiert und bringen Kombinationsprodukte auf den Markt. Ob es sich allerdings nicht eher lohnt, eine ungeförderte Pflegeversicherung abzuschließen, steht auf einem anderen Blatt. Zudem sollte man abwarten, was die große Koalition auf den Weg bringt. Die SPD möchte hier ein System für eine Pflege-Bürgerversicherung einrichten, was aber ebenso umstritten sein dürfte.

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