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Österreich: Staatliche Maßnahmen stärken Berufsunfähigkeitsversicherungen

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Handelt es sich hier um ein Modell für Deutschland? Die Beantwortung dieser Frage möchte ich mir nicht anmaßen. Interessant ist aber schon, was derzeit in Österreich passiert. Ein Strategiepapier der Sozialversicherungsträger stärkt unter anderem die Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU).

In erster Linie geht es dabei um das Modethema „Burnout“. Wie das österreichische „Versicherungsjournal“ berichtet, sollen mehr und mehr psychische Erkrankungen auch auf Krankenschein behandelt werden.

Wer hierzulande eine Private Krankenversicherung (PKV) abgeschlossen hat, dürfte diesen Service bereits genießen. Bei den „Gesetzlichen“ sieht das teilweise etwas anders aus. Was aber haben die österreichischen Maßnahmen mit der BU zu tun? Ganz einfach: Sie könnten die Zahl der Schadensfälle in der Berufsunfähigkeitsversicherung reduzieren.

Allein 36 Prozent der Berufsunfähigkeitsdiagnosen in Österreich resultieren aus psychischen Erkrankungen. Gleichzeitig werden mehr und mehr Psychopharmaka verschrieben und auch die Krankentage wegen psychischer Probleme steigen überproportional an. Zudem rechnet die Hälfte der Österreicher damit, einmal die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) in Anspruch zu nehmen.

Die Versicherungsunternehmen haben nicht vor, die psychischen Erkrankungen aus der Deckung zu nehmen. Deshalb wird die Maßnahme der Sozialversicherungsträger einhellig begrüßt. Flankierend sollen auch präventive Maßnahmen eingesetzt werden und die Schwelle zur Anerkennung psychischer Erkrankungen gesenkt werden.

Mit anderen Worten wird Erschöpfung nicht mehr nur als Faulheit angesehen, sondern es könnte bald auch nach den psychischen Ursachen gefragt werden.

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