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Ombudsmann: erstmals wieder weniger Beschwerden bei der PKV

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Ein gutes Omen? So ließen sich die Ergebnisse des Tätigkeitsberichts 2012 des Ombudsmanns der privaten Pflege- und Krankenversicherung interpretieren. Erstmals seit dem Jahr 2003 waren die Einwände gegen die Privaten Krankenversicherer (PKV) wieder rückläufig.

Verglichen mit 2011 wurden 2012 gleich 150 Beschwerden weniger eingereicht. Die Zahlen sind umso interessanter, da in den Medien oftmals von rasant steigenden Tarifen und Problemen mit der Umstellung auf Unisex die Rede war.

Laut PKV-Ombudsmann Helmut Müller wurden 2012 gerade einmal 6.354 Beschwerden eingereicht. Bedenkt man, dass sich diese Zahl auf insgesamt 41 Millionen Private Krankenvollversicherungen, Krankenzusatzversicherungen sowie private Pflegeversicherungen bezieht, ergibt sich eine Beschwerdequote von 0,015 Prozent bzw. eineinhalb Promille.

Laut Finanzen.de sank auch die Zahl der Beschwerden wegen Beitragsanpassungen um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und das trotz der Einführung der Unisex-Tarife. Die meisten Beschwerden drehten sich um den Bereich der Schadensregulierung bzw. die medizinische Notwendigkeit einer Behandlung. Falschberatungen spielten bei den Beschwerden so gut wie keine Rolle. d.h. die PKV zeigt sich in diesem Bereich überaus vertrauensvoll.

Es ist jedoch fairerweise darauf hinzuweisen, dass das Ombudsmann nur eine mögliche Beschwerdestelle ist. Wie bereits vor ein paar Tagen im Rundumversicherungsblog berichtet, hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine leicht ansteigende Zahl an Beschwerden registriert. Unter dem Strich besteht aber auch angesichts dieser Zahlen kein Grund zur hier und da betriebenen medialen Hysterie.

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