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Ombudsmann der PKV entscheidet nicht über Unabhängigkeit der Treuhänder

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Beschwerden beim Ombudsmann für die Private Krankenversicherung (PKV) haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Es ist allerdings so, dass es oftmals um die vermeintliche Unabhängigkeit der PKV-Treuhänder geht und dieses Thema nicht im Rahmen einer Schlichtung behandelt werden kann.

Darauf weist noch einmal die ÄrzteZeitung hin und nennt allein für Berlin 1.504 Beschwerden wegen dieses Themas im vergangenen Jahr. Damit kommt dieses Thema auf 27,9 Prozent aller Beschwerden im Bereich der Vollversicherungen — und vor allem nach dem Urteil des BGH vom 19. Dezember 2018 hagelte es noch Anfragen an den PKV -Ombudsmann.

Seitens des Ombudsmanns kann lediglich über die Voraussetzungen und die Verfahrensweise bei Beitragsanpassungen aufgeklärt, nicht aber auf einzelne Fälle Bezug genommen werden. Hierfür bedürfte es eines Gerichtsverfahrens und einer regelrechten Beweisaufnahme. Es wird allerdings von den Ombudsleuten über Möglichkeiten einer Beitragsreduzierung informiert.

Ein wichtiges Beschwerdethema ist auch die Frage nach der medizinischen Notwendigkeit einer Behandlung doch auch hier kann die Schlichtungsstelle keine allgemeingültige Orientierung verschaffen, sondern lediglich in Einzelfällen für eine Lösung sorgen. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, reicht bereits im Vorfeld einen Kostenvoranschlag an seine PKV und lässt sich die entstehenden Kosten einer Behandlung somit „absegnen“.

In diesem Zusammenhang wird auch erneut die Forderung nach einer schnellen und wirksamen Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) laut, da diese für mehr Klarheit hinsichtlich von Kostenübernahmen führen würde.

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