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Niedrigzins: Keine Prämiensprünge in der PKV zu befürchten

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Es ist immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich Meldungen interpretiert werden können. Während mancherorts angesichts der der niedrigen Zinsen von Beitragserhöhungen in der PKV die Rede ist, wünschen sich die Versicherer eine Anpassung der gesetzlichen Regelungen für Prämienerhöhungen.

Procontra-Online schreibt über dieses Thema und zitiert Dirk Lullies, Sprecher des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) mit dem Satz: „Wir wünschen uns eine stetigere und moderatere Beitragsentwicklung“.

Nach Ansicht der Süddeutschen Zeitung könnten mancherorts sonst Erhöhungen im zweistelligen Prozentbereich drohen, was vor allem im Vorfeld der Bundestagswahlen 2017 ein schlechtes Signal wäre. Folgt man dem Szenario, so wären angepasste Prämien regelrecht Wasser auf die Mühlen der Bürgerversicherungs-Befürworter.

Nach aktueller Rechtslage darf eine Prämienerhöhung nur dann erfolgen, wenn ein auslösender Faktor besteht. Diese sind jedoch als Anstieg der Gesundheitskosten um mehr als fünf bzw. zehn Prozent oder eine Änderung der Sterblichkeit definiert.

Besser wäre indes, wenn die PKV -Anbieter ihre Beiträge auch auf Basis des Zinsniveaus anpassen könnten, damit die Risiken abrupter Steigerungen abgefedert werden. Die Vorteile bestünden nicht nur in einem besseren Image der privaten Krankenversicherer, sondern auch in mehr Fairness gegenüber den Versicherten. Schließlich kann so eine Beitragsentwicklung auf lange Sicht nachvollzogen werden und unliebsame Überraschungen werden weitgehend ausgeschlossen.

Die Frage, ob es überhaupt zu den mancherorts erwarteten Erhöhungen kommt, steht dann noch auf einem anderen Blatt ….

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