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Niedriges Zinsniveau: steigen die Prämien in der PKV?

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Es gleicht einem Ritual mit immer gleich verteilten Rollen. Der Branchenprimus Debeka hat für Anfang 2021 starke Beitragserhöhungen angekündigt und wird demnach um durchschnittlich 17,6 Prozent nach oben korrigieren. Diese Beitragsanpassung wird allerdings über zwei Jahre gestreckt und hat weniger mit „Misswirtschaft“ als mit den anhaltend niedrigen Zinsen zu tun.

Finanzen.de präsentiert einen glücklicherweise sachlichen Artikel zu dem Thema und weist darauf hin, dass die Debeka in den letzten vier Jahren keinerlei Erhöhungen vorgenommen hat. Es ist nur leider per Gesetz nicht möglich, kleinere Tariferhöhungen vorzunehmen, da entweder die Leistungsausgaben oder die Sterbewahrscheinlichkeit um fünf oder zehn Prozent (je nach PKV) von der ursprünglichen Kalkulation abweichen müssen.Natürlich sind auch die Altersrückstellungen Teil der Berechnung und dienen als Rücklage, um die Prämien bei fortschreitender Zeit nicht zu stark erhöhen zu müssen. Da diese Rückstellungen allerdings kaum noch verzinst werden können und der Rechnungszins immer weiter sinkt, sind steigende Beiträge vonnöten.

Die Problematik betrifft allerdings nicht nur die Debeka, sondern jede Private Krankenversicherung (PKV) und zudem auch den Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) und natürlich auch die gesetzlichen Krankenkassen. Für Unkenrufe ist somit kein Anlass und eine Studie des Instituts für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) zeigte sogar für den Zeitraum von 2000 bis 2019 eine durchschnittliche Erhöhung in der PKV um 2,8 Prozent jährlich gegenüber 2,9 Prozent in den gesetzlichen Krankenkassen.

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