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Neues Erfolgsprodukt? Die Versicherung gegen Computerkriminalität

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Die Themen Computerkriminalität und Industriespionage sind derzeit in aller Munde. So ist es wenig verwunderlich, dass auch die Versicherungsbranche reagiert hat und eine eigene „Cyber-Insurance“ auf den Markt bringt. Noch handelt es sich jedoch um ein Nischenprodukt.

Aufgegriffen wird das Thema von der Deutschen Welle, die sich vor allem dem entsprechenden Produkt der Allianz Global Corporate & Speciality (AGCS) widmet. Hier geht es ganz konkret um die Abdeckung einer Reihe von Risiken, die durch die Arbeit mit dem Computer entstehen.

Was in den USA bereits gang und gäbe ist, wird nun auch hierzulande entwickelt. Vor allem werden Schäden durch Betriebsunterbrechung  oder auch durch Datenverlust ausgeglichen. Wobei ich mich frage, wie sich ein solcher Schaden exakt beziffern lässt. Interessant ist auch, dass die Allianz eine Obergrenze von 50 Millionen Euro eingebaut hat. Das macht angesichts der enormen Imageverluste bei einem Hackerangriff durchaus Sinn, wie auch der Fall Sony und das Sicherheitsleck in der Playstation 3 gezeigt haben.

Ebenfalls sinnvoll kann eine Cyber-Police als Schutz gegen irrtümliche Verstöße gegen das Patentrecht sein. Der Anbieter schließt in diesem Kontext ausdrücklich alle Branchen mit ein und macht bislang keine Ausnahmen.

Ist dieses Produkt auch für Privatpersonen geeignet? Ganz sicher nicht. Die genannte Versicherung der Allianz richtet sich ausschließlich an Unternehmen mit einem Mindestumsatz in Höhe von 500 Millionen Euro. Wer sich privat gegen Computerschäden versichern möchte, kann aber manchmal im Rahmen einer Hausrat zum Zuge kommen.

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