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Neuer Trend: was taugen Kurzzeit- Versicherungen?

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Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)  oder eine Private Krankenversicherung (PKV) abschließt, bindet sich im Idealfall für sein ganzes Leben. Ganz anders sieht es dagegen bei den neuen Kurzzeitverträgen aus. Via App lässt sich vielfach Versicherungsschutz für nur einen Tag beantragen.

Die Berliner Zeitung widmet sich diesem Phänomen und lässt in diesem Kontext auch einige skeptische Verbraucherschützer zu Wort kommen. Demnach bergen die meisten Angeboten ihre Tücken.

Fast schon ein Klassiker ist beispielsweise die 48-Stunden-Unfallversicherung, die bei der Ergo Direkt für 99 Cent zu haben ist. Es handelt sich dabei um eine App, die auch entsprechend abgerechnet wird. Ebenfalls haben diverse Anbieter wie HanseMerkur, die Allianz oder auch HDI eigene Reisepolicen im Angebot, die für 2,90 Euro tageweise gebucht werden können.

Auch zu nennen sind Versicherungen gegen Randale im Stadion für 1,59 Euro pro Tag, Surf- und Badeschutz  für 3,49 Euro und Bus- oder Dienstreiseschutz  für 2,49 Euro pro Tag. Die Liste ließe sich beliebig um Schulausflüge, Motorsportveranstaltungen, Radtouren etc. erweitern.

Wichtig ist hierbei nur, dass niemand diese „Schnellschüsse“ mit richtigen Versicherungen vergleicht. Im Schadensfall werden teilweise lediglich 10.000 Euro bei Tod- und 50.000 Euro bei Invalidität gezahlt. Das ist entschieden zu wenig und nicht mehr als der sprichwörtliche „Tropfen auf den heißen Stein“.

Auch ist der Schutz nicht immer garantiert und kann oftmals wegen grober Fahrlässigkeit unterbleiben. Mit anderen Worten: wer Angst vor einem Unfall hat, sollte eine richtige Unfallversicherung abschließen – für den Notfall können die App-Versicherungen aber durchaus eine sinnvolle Ergänzung bzw. einen Lückenfüller abgeben.

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