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Neuer Trend? Versicherung bietet KfZ-Wartung an

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Gerade im Bereich KfZ-Haftpflicht haben die klassischen Versicherer mehr und mehr mit Direktversicherungen oder den jeweiligen Angeboten der Automobilhersteller zu kämpfen. Die Huk-Coburg dreht den Spieß jetzt um und wildert ihrerseits in der KfZ-Branche.

In der „Kölnischen Rundschau“ wird darüber berichtet, dass der Versicherer fortan mit einer Reihe von Partnerwerkstätten kooperiert und verbilligte Autowartungen anbietet. Aktuell existiert bereits ein Netz mit 1.300 Anbietern, die Unfallautos reparieren und nun auch Wartungen ermöglichen.

Der Mitte März gestartete Modellversuch mag auf den ersten Blick unspektakulär erscheinen, könnte jedoch den Autoherstellern und Vertragswerkstätten das Wartungsgeschäft abspenstig machen. Seitens der Huk wurde bereits davon gesprochen, dass es sich hier um eine Antwort auf die fortschreitende Praxis der Autohändler ist, Autos und Versicherung aus einer Hand zu verkaufen.

Im ersten Schritt wurden 30.000 Versicherte eines bestimmten Tarifs zur Mitwirkung aufgefordert. Bedenkt man, dass die Huk im Geschäft mit der KfZ-Haftpflicht runde drei Millionen Kunden zählt, lässt sich durchaus von einer Marktmacht sprechen.

Seitens der Verbraucherschützer gibt man sich – vorsichtig formuliert – zurückhaltend. Der Bund der Versicherten (BDV) weist beispielsweise auf die Risiken hin, die durch den Verzicht auf freie Werkstattwahl entstehen. Darüber hinaus kann durchaus passieren, dass die Versicherung in der eigenen Werkstatt den Kilometerstand der Fahrzeuge erfasst und diese mit den Angaben der Versicherten abgleicht.

Mit anderen Worten ist das Angebot keineswegs uneigennützig und auch nur eingeschränkt als Wohl der Versicherten zu interpretieren.

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