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Neue Versicherungsform: Geld bei Brustkrebs

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In welche Rubrik die neue Versicherungsform fällt, ist schwer zu beurteilen. Unter dem etwas sperrigen Namen „Lady­like Diagnose Krebs-Schutz­brief“ wartet die Würzburger Versicherung mit einer speziell auf Frauen zugeschnitten Police auf. Abgesichert werden dabei bestimmte Erkrankungen.

Wie die Stiftung Warentest schreibt, handelt es sich dabei um Brust­krebs, Eier­stock­krebs und sechs weitere, frauenspezifische Krebsarten. Die Versicherten erhalten bei einer Diagnose einen Einmalbetrag in Höhe von 25.000 Euro, können aber auch höhere Versicherungssummen vereinbaren.

Die Bemessung der Beiträge richtet sich nach dem Alter der Interessentinnen. Wer mit 45 Jahren einsteigt, zahlt monatlich 10,80 Euro, mit 50 Jahren sind es dann schon 16,90 Euro. Um die Police zu erhalten, müssen im Vorfeld eine Fülle von Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantwortet werden. Nur, wenn in den vergangenen zehn Jahren keine Krebs­diagnose oder Krebs­behand­lung vorlage, kann es überhaupt zum Vertragsabschluss kommen. Abschlüsse sind bis zum vollendeten 64. Lebensjahr möglich, mit 70 Jahren endet die Police automatisch.

Im Testbericht werden Vor- und Nachteile gegeneinander abgewogen. Auf der „Haben-Seite“ steht eindeutig, dass die Versicherung – anders als eine BU – auch noch bei Berufstätigkeit zahlt. Es geht hier lediglich um die Diagnose und so ist im Fall der Fälle auch genügend Geld für einen Erholungsurlaub, das Einstellen einer Haushaltshilfe etc. vorhanden. Stiftung Warentest spricht hier von einem „Extra-Budget“, das auch bei anderen Krankheiten sinnvoll wäre.

Womit wir bei den Einschränkungen wären. Zum einen zahlte die Versicherung nur bei bestimmten Krebsarten und schließt beispielsweise Darm- und Haut­krebs, Leukämie und Lungenkrebs aus. Zudem wird nur bei der erstmaligen Diagnose gezahlt und nicht mehr bei Wiederauftreten der Krankheit.

Als zusätzlicher Baustein kann eine solche Versicherung Sinn machen. Eine vollständige Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) wird dadurch allerdings nicht ersetzt.

 

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