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Neue Rechtsschutz-Versicherung auch rückwirkend gültig

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Auf den ersten Blick klingt es geradezu paradiesisch. Eine Rechtsschutz-Versicherung, die sich auch im Nachhinein – also bei Eintritt einer rechtlichen Auseinandersetzung – abschließen lässt: wer würde sich so etwas nicht wünschen. Doch leider hat das entsprechende Angebot der ARAG seine Tücken.

Das Nachrichtenportal n-tv.de greift das Thema auf berichtet darüber, dass es sich konkret um eine Verkehrsrechtsschutz handelt, die auch für Fälle aus den letzten drei Monaten haftet. Eingeschlossen sind sowohl eine außergerichtliche Auseinandersetzung als auch Prozesskosten, Zeugenentschädigungen und gegebenenfalls gerichtliche Gutachter.

Es existieren jedoch Einschränkungen und so sind beispielsweise nur Unfälle und Verkehrsordnungswidrigkeiten mitversichert. Themen wie die MPU bzw. Steuer- und Verwaltungsrechtsschutz sind nicht inkludiert und auch das leidige Thema Gebrauchtwagenkauf ist außen vor. Selbiges gilt für Verkehrsstraftaten, die nur dann versichert sind, wenn sie innerhalb der Vertragszeit begangen wurden.

Weitere Bedingungen sind das Akzeptieren einer Risikoprüfung, womit sowohl Fälle mit hohem Streitwert als auch mit geringen Erfolgschancen von vornherein abgelehnt werden. Auch darf nicht bereits ein Anwalt eingeschaltet worden sein.

Vergleicht man die Kosten für die nachträgliche Rechtsschutz-Police mit denen der Konkurrenz, so liegt der Preis in etwa doppelt so hoch. Bedenkt man, dass seitens der ARAG eine mindestens dreijährige Vertragsbindung erwartet ist, so liegen die Kosten bereits zwischen 640 und 800 Euro und könnten damit auch Anwaltskosten überschreiten.

Entsprechend dürfte es sich mehr lohnen, von vornherein einen klassischen Rechtsschutz abzuschließen.

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