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Neue GOÄ: PKV weiter offen für Innovationen

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Was bringt die neue Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)? Und wann wird die novellierte Fassung (endlich) verabschiedet? Zumindest in einem Punkt haben die Privaten Krankenversicherungen (PKV) eindeutig Farbe bekannt. Im Rahmen des Tages der Privatmedizin in Frankfurt am Main wurde noch einmal die Innovationsoffenheit unterstrichen.

Wie die ÄrzteZeitung schreibt, geht hiermit die weiterhin bestehende Möglichkeit einer Analogabrechnung einher. Dank dieses Systems kommen medizinische Innovation rund zehn bis zwölf Jahre früher bei Privatpatienten als bei den Versicherten in den gesetzlichen Krankenkassen an. Hintergrund ist der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA), der die Kassenleistungen erst einmal definieren muss, damit diese auch abgerechnet werden können.

In der GOÄ existieren jedoch gleichwertige Ziffern für neue Methoden, sodass der medizinische Fortschritt teilweise direkt umgesetzt werden kann. Und das zum Wohle der Patienten.

Als Risiko wurde und wird die geplante Gemeinsame Kommission (GeKo) angesehen. So formuliert es auch Dr. Günter Jonitz als Präsident der Berliner Ärztekammer, wenn er sagt: „Die GeKo ist eine Bedrohung für den privat abrechnenden Arzt„. Die Befürchtung besteht darin, dass erst die GeKo entscheiden muss, bevor eine Behandlung abgerechnet werden kann. Dies hätte zur Folge, dass innovative Methoden entweder aus eigener Tasche gezahlt werden müssen oder eine lange Wartezeit ansteht.

Die Analogien sollen schnelle Abhilfe schaffen, gelten jedoch nur als Provisorium. Erklärtes Ziel auch der PKV ist eine aktuelle Abbildung des aktuellen Stands der Medizin, wozu auch schnelle Entscheidungen der GeKo beitragen dürften. Mit anderen Worten: nicht existierende (Abrechnungs-)Ziffern werden schnell geschaffen und bereitgestellt.

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