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Neue GOÄ: PKV vor gravierenden Änderungen?

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Sorgt die geplante neue Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) dafür, dass die Private Krankenversicherung (PKV) „neu justiert“ wird? Ein entsprechendes Risiko sieht der Berufsverband Deutscher Internisten und fordert einen eigenen Ärztetag, um die Folgen zu diskutieren.

In der ÄrzteZeitung findet sich zu diesem Thema ein Interview mit dem BDI-Vize Dr. Hans-Friedrich Spies. Nach Ansicht des Verbands, bewegt sich die PKV in Richtung der gesetzlichen Krankenversicherungen, was einen Einfluss auf das gesamte Gesundheitswesen hat. Problematisch ist zudem, dass gegenüber den betroffenen Ärzten nicht für ausreichende Transparenz gesorgt wurde.

Nach Ansicht von Dr. Spies, werden mit der neuen GOÄ die kompletten Grundlagen der PKV neu ausgelegt. Handelte es sich bislang stets um eine vertragliche Beziehung zwischen Arzt und Patient, so kann die PKV fortan darin eingreifen. Als verbindlicher Leistungskatalog hatte sich die GOÄ bislang nicht verstanden und auch nicht mit klaren Budgetierungen gearbeitet.

Dadurch, dass mit der GEKO eine gemeinsame Kommission geschaffen wird, werden die Kosten fortan kontrolliert und ggf. limitiert. Parallelen zum Leistungskatalog, wie er in der GKV existiert, sind nach Ansicht des Internistenverbandes unübersehbar.

Für die Privaten Krankenversicherungen ergibt sich durch die Neuregelung der Vorteil, dass einerseits weiter die Beiträge festgesetzt, andererseits aber auch die Kosten gedeckelt werden können. Entsprechend fallen wesentliche Gründe, sich privat versichern zu lassen fortan weg, wenn man den Ausführungen des Verbands-Vize folgt. Ein Kompromiss in diesem Bereich steht noch aus – wird jedoch von mehreren Seiten gefordert.

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