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Nebenkostenabrechnung: welche Versicherungen müssen Mieter zahlen

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Wie in jedem Jahr flattern bei Mietern die Nebenkostenabrechnungen ihrer Vermieter ins Haus. Oftmals findet sich dort auch ein Posten „Versicherungen“. Doch was verbirgt sich dahinter und welche Versicherungen müssen tatsächlich übernommen werden?

Der „Merkur“ greift das oftmals streitige Thema auf und weist darauf hin, dass lediglich Sach- und Haftpflichtversicherungen umgelegt werden dürfen. Konkret sind dies die Gebäudeversicherung sowie als deren Bestandteile die Versicherung gegen Feuer-, Sturm- und Wasser-, sowie sonstige Elementarschäden.

Weitere Versicherungen, die durch den Mieter getragen werden müssen, sind die Glasversicherung sowie die Haftpflichtversicherung für das Gebäude, den Öltank und – sofern vorhanden – den Aufzug.

Im Umkehrschluss ist es dem Vermieter selbstverständlich nicht möglich, eine private Haftpflichtversicherung, eine Hausrat- oder gar eine Rechtsschutzversicherung in die Nebenkostenabrechnung einfließen zu lassen.

Ein weiterer Punkt besteht darin, dass die Versicherungen allesamt im Mietvertrag aufgeführt sein müssen. Sofern über mehrere Jahre keine Abrechnung erfolgt, so ist von einer stillschweigenden Vertragsänderung zugunsten des Mieters auszugehen, die nicht ohne Weiteres rückgängig gemacht werden darf. Mit anderen Worten gilt fortan das Gewohnheitsrecht.

Die Übernahme der Versicherungskosten hat allerdings nicht nur Nachteile. So kann es für einen Mieter in manchen Fällen sogar Sinn machen, wenn er die Kosten übernimmt und dafür beispielsweise gegen einen Brand versichert ist.

Die einzelnen Versicherungen müssen übrigens nicht exakt angegeben werden. Hier reicht die Möglichkeit, Einsicht in die Unterlagen des Vermieters zu nehmen.

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