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Nach Xaver: Gebäudeversicherung erhöhen ihre Prämien

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Nachdem Orkan Xaver medienwirksam durchs Land gezogen ist, geht es ans Aufräumen. Die Gebäudeversicherungen nehmen die entstandenen Schäden zum Anlass, um ihre Preise deutlich in die Höhe zu schrauben. Grund ist unter anderem das gestiegene Risiko.

Auch das „Handelsblatt“ widmet sich diesem Thema und äußert direkt Kritik an einigen Anbietern. Offensichtlich sind manche Policen immer noch so gestrickt, dass die Haftung nicht ganz klar erkennbar ist. Problematischer ist jedoch, dass die Wohngebäudeversicherer infolge von Xaver und Co. Verluste hinnehmen müssen, was sich auch auf das Preisniveau auswirkt.

Allein das Hochwasser im Monat Juni und die Stürme im Juli und August schlugen mit 4,5 Milliarden Euro zu Buche. Gemeinsam mit Orkan Xaver ergibt sich somit ein Minus von zwei Milliarden Euro. Der Präsident des Versichererverbands GDV, Alexander Erdland stellt jedoch klar, dass die Branche „in der Lage [ist], die finanziellen Folgen für unsere Kunden zu tragen“.

Die Refinanzierung wird allerdings über steigende Beiträge erreicht. Vermutet werden Erhöhungen in einer Größenordnung zwischen sechs und zehn Prozent. Für Kunden bedeutet dies, dass sie die Steigerungen entweder mittragen oder sich für einen günstigeren Versicherer entscheiden. Der Preis allein ist allerdings nicht entscheidend, denn je nach Vertrag werden die Bereiche Aufräumkosten, Überspannungsschäden, Ableitungsrohre sowie grobe Fahrlässigkeit unterschiedlich behandelt.

Wem es hier gelingt, eine gute Kombination aus Preis und Leistung bei gleichzeitiger Preisstabilität zu erzielen, braucht sich auch vor dem nächsten Orkan nicht zu fürchten.

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