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Nach TV-Tatort: Versicherungen in der Kritik

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Das eine vorweg: natürlich handelt es sich bei einem „Tatort“ um einen (rein fiktionalen) TV-Krimi. Auf der anderen Seite gelingt der Serie immer wieder das Aufwerfen gesellschaftlicher Fragen und das Anstoßen einer Diskussion. So auch am gestrigen Sonntag, als es um die Versicherungswirtschaft ging.

T-Online greift die Erzählstränge auf und stellt die pointierte Frage: „Kann man seiner Versicherung noch trauen?„. Dass die Antwort ein klares „Ja“ sein muss, versteht sich von selbst, denn sonst geriete die Branche bald in eine existenzielle Krise. Wirft man einen Blick auf die Beschwerdequote beim Ombudsmann der BaFin oder auch die Prozessquote, so kann man als Versicherter beruhigt sein.

Nichtsdestotrotz existieren gelegentlich Versicherer, die eine Schadensregulierung verweigern oder diese verschleppen. Vor allem im Fall einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind entsprechende Fälle dokumentiert. Hintergrund ist das Erzielen einer besseren Bilanz, in der jeder Schadensfall einen Kostenfaktor darstellt.

Ob man dies zwingend als „Raubtierkapitalismus“ brandmarken muss, sei dahingestellt und auch die Aussage, dass eine Versicherung in erster Linie sich selbst dient, erscheint überaus pauschal, denn auch in früheren Zeiten handelte es sich um gewinnorientiert arbeitende Unternehmen.

Zudem herrscht über manche Versicherungspolicen Unklarheit. Besonders gilt dies für die Unfallversicherung, die in der Tat nicht mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu verwechseln ist und in aller Regel nur bei Unfällen mit Fremdeinwirkung einspringt (es existieren auch Policen mit erweitertem Spektrum).

Festzuhalten ist, dass jeder Versicherte mit einem kompetenten Versicherungsberater zusammenarbeiten sollte und auch die Details eines Versicherungsvertrags Beachtung verdienen. Werden diese „Hausaufgaben“ erledigt, dann lassen sich auch Unstimmigkeiten mit der Versicherung vermeiden.

 

 

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