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Nach Rettungstat auf der Autobahn: haftet die Versicherung?

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In den Medien wurde das Verhalten des Tesla-Fahrers als „Heldentat“ gefeiert. Doch haftet auch die Versicherung, wenn ein Unfall absichtlich herbeigeführt wurde oder bleibt der mutmaßliche Lebensretter auf den Kosten sitzen?

Der Westen beleuchtet den Unfall, über den in nahezu allen Medien berichtet wurde, unter einem interessanten Gesichtspunkt. Auf der A9 sah der 41-jähriger Fahrer eines Tesla, dass der Fahrer im vor ihm fahrender VW Passat bewusstlos war. Um einen schwereren Unfall zu vermeiden, setzte er sich kurzerhand vor das schlingernde Fahrzeug und bremste dieses aus.

Dabei kamen sowohl das Auto des bewusstlosen Mannes als auch der Tesla und die Leitplanken zu Schaden, eine „Konstellation, die nicht jede Woche vorkommt“ wie eine Sprecherin des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft kundtut. Es stellt sich die Frage, ob es sich um einen so genannten Aufopferungsfall handelt, was aktuell von der Haftpflichtversicherung untersucht wird.

Im Falle einer Aufopferung übernimmt die Versicherung sowohl den Schaden für das eigene Auto als auch die typische Schadensregulierung gegenüber dem Unfallgegners sowie die Kosten für die beschädigte Leitplanke. Nach aktuellem Stand ist eine entsprechende Kostenübernahme sogar wahrscheinlich, wenngleich hierüber noch kein abschließendes Statement existiert.

Grundsätzlich wäre aber befremdlich, wenn ein Lebensretter am Ende noch für seine Tat bestraft wird und auf den Kosten sitzenbleibt.

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