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Nach Corona-Absage: Wimbledon erhält dreistelligen Millionenbetrag

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In manchen Artikeln ist bereits von „weiser Voraussicht“ die Rede. Fakt ist, dass die Absage der traditionsreichen All England Championships im Tennis einen erheblichen finanziellen Verlust darstellt, jedoch offenbar komplett durch eine Pandemie-Versicherung abgefedert ist.

Wie es bei Bluewin heißt, stellt das Tennisturnier vor den Toren Londons damit eine Ausnahme dar und könnte mit deutlich abgeschwächten Verlusten durch die Corona-Krise kommen. Zum Vergleich seien die Bundesliga mit geschätzten 750 Millionen Euro Verlust oder auch die Tennisturniere French Open und US Open  mit jeweils 250 Millionen Euro Verlust genannt. Die Olympischen Spiele werden allein bei Verschiebung Mehrkosten in Höhe von sechs Milliarden Euro verursachen.Die Pandemie-Versicherung des All England Lawn Tennis Clubs wurde nicht im Hinblick auf Corona, sondern bereits vor zwölf Jahren abgeschlossen. Seinerzeit grassierte das eng verwandte SARS-Virus und der Veranstalter kalkulierte fortan eine Versicherungsprämie  in Höhe von 1,7 Millionen Euro für den Schutz gegen eine so unwahrscheinliche Situation wie die jetzige mit ein.

Einer der Gründe für die Versicherung liegt auch darin, dass eine Verschiebung aufgrund des Rasenbelags und dessen Bedarf nach ausreichender Sonneneinstrahlung kaum möglich ist. Die vereinbarte Schadenssumme soll bei 114 Millionen Euro liegen, womit der Schaden nur noch „halb so schlimm“ ausfällt. In direkter Reaktion soll der Tennisclub eine Spende in Höhe von 23 Millionen Euro an andere Turniere aber auch Verbände, Spieler und Trainer angekündigt haben, wobei dies noch nicht offiziell bestätigt wurde.

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