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Nach Brand in Siegburg: welche Versicherung übernimmt den Schaden?

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Es war eines der verheerendsten Großfeuer der letzten Zeit. Aufgrund der anhaltenden Dürre sind in Siegburg mehrere Häuser an der Böschung der ICE-Strecke Köln-Frankfurt in Flammen aufgegangen. In den Medien ist von einem so genannten Dürre-Brand die Rede.

Der Kölner Stadt-Anzeiger geht in diesem Zusammenhang der Frage nach, wer für den Schaden haftet. Es ist dabei zunächst herauszufinden, wer für den Brand verantwortlich zeichnet bzw. ob (seitens der Bahn) eine Fahrlässigkeit vorliegt. Wäre dies der Fall, so müsste die Deutsche Bahn den Schaden übernehmen.Anderenfalls sind sowohl die Wohngebäude- als auch die Hausratversicherungen gefragt. Mieter sind jedoch nur dann auf der sicheren Seite, wenn sie eine Hausratversicherung abgeschlossen haben. Diese kommt dann auch für die Kosten einer Hotelunterbringung auf, wenn die eigenen vier Wände vorübergehend unbewohnbar sind.

Wurden auch Fahrzeuge durch die Flammen zerstört, so ist dies ein Fall für die jeweilige Kasko-Versicherung. Auch hier gilt, dass die Police vorhanden sein muss.

Ebenfalls denkbar ist jedoch eine Teilhaftung seitens der Kommune, denn schließlich ist hier ein Brand von kommunalem Gelände auf privates Terrain übergegriffen. Zu prüfen wäre in diesem Kontext, ob die Verkehrssicherungspflicht eingehalten wurde.

Die Deutsche Bahn hat bereits eine halbe Million Euro für die Brandopfer gespendet, wenngleich noch nicht klar ist, wer oder was das Feuer verursacht hat. Möglicherweise beteiligen sich auch das Land NRW und die Kommune an der Hilfsaktion, sodass gemeinsam mit eventuelle vorhandenen Versicherungen für Abhilfe gesorgt werden kann.

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